REVIEWS CLINT-"TO LIVE IN GUILT"
VÖ 1.10.04 / CALLAHAN RECORDS
Recorded im Jangland/Hannover von L. Oppermann

    Tracklist:
    1. symptoms
    2. perfection equals death
    3. please, drop me off
    4. role play
    5. by all means necessary
    6. only for a lifetime
    7. best wishes
    8. sickness unto death
    9. rearranged
   



Uncle Sally's
Demodesaster

Junge, Junge! Von Beginn an rotzt 'To Live In Guilt' kompromisslos und beeindruckend geradlinig um die Ecke (He, das ist Paradox, oder?)! Schon der Opener 'Symtoms' überrascht dabei mit seiner herrlich unbeeinflussten Rauheit! 'Perfection Equals Death' lässt - eigentlich symptomatisch für das komplette Neun-Track-Demo - zum ersten Mal so etwas wie DIE Hookline hervorblitzen, aber genauso schnell wieder im rauhen Punk-Gewand verschwinden! Wer bei Clint den nächsten 'Girlie Punkrock Radio-Hit' von morgen vermutet, darf lange suchen! Wer sich irgendwo zwischen Hot Water Music, ZSK oder Anti Flag wohlfühlt, ist bei CLINT auf der sicheren Seite!

ROCK HARD MAGAZINE (#217)
geschrieben von Jan Jaedike

Power-Emo ohne Weichspüler! Es hat was Gutes, wenn Bands in diesem Genre schon aus Budgetgründen gezwungen sind, den Plüschfaktor im Zaum zu halten. Denn das Wechselspiel aus mitreißenden Melodien und Gitarrenpower funktioniert halt nur mit einem anständigen Arschtritt-Faktor. Auch der Gesang ist bei CLINT weit von dem weinerlichen Mist entfernt, den man uns heutzutage so gern unter Emo serviert. Alte "Samiam" sind die Referenz für die Westdeutschen. Und eine bessere kann es in diesem Genre kaum geben.

Scarred For Life
Geschrieben von Öyster-Cult

Eine dermaßen schick gestaltete Promo-Mappe wie im Falle Clint habe ich auch schon sehr lange nicht mehr gesehen. Hier hat sich jemand Mühe gegeben und scheint darauf Wert zu legen, Qualität auf ganzer Linie abzuliefern. So verwundert es dann nicht zu sehr, dass auch die Musik auf „To Live In Guilt“ klasse ist. Die im Jahr 1998 gegründete Formation spielt technisch hochwertigen, sauber produzierten Punkrock, der Meilenweit von schmuddeligem Riffgeschrubbe und Uffta Uffta-Geholper entfernt ist und auch mit der klassischen 1-2-3-4-Attitüte nicht all zu viel am Hut hat. Dazu sind Songs wie „Perfection Equals Death“ oder „Only For A Lifetime“ sowohl vom Songwriting als auch von den Texten her zu ernst und erwachsen. Statt kurzlebigen Gassenhauern präsentieren uns Clint intelligent arrangierte, mit leichter Emo-Kante versehene Knaller, die manchmal erst nach dem 2-3 Durchlauf richtig wirken, dafür aber mit einer um so höheren Halbwertszeit ausgestattet sind. Nicht nur für ein Debüt eine beachtlichte Leistung!

Blueprint Fanzine
Geschrieben von O.B.

"Qualität statt Quantität"! Da kommt eine Band wie CLINT, bisher weitestgehend unbekannt, und behauptet doch glatt, sie haben nur neun Songs aufgenommen, um nicht mit Füllern oder schlecht produzierten Songs das Album vollzustopfen! Frechheit! Oder auch nicht... Schon beim ersten Hören kann man diesem Promo-Zitat voll zustimmen, denn die Produktion ist sehr gelungen, perfekt und druckvoll, aber dennoch fängt man gerade beim Gesang viel von der Spielfreude und Energie der Niedersachsen ein. Samples, gedoppelte Gitarren und teilweise auch gute Übergänge zwischen den Songs runden das Werk ab. CLINT erinnern mich manchmal an ANTI-FLAG, die es genauso schaffen, lauten, krachigen Punkrock mit eingängigen Melodien zu verknüpfen, ohne dabei ins allzu poppige Gewässer abzudriften. Außerdem schaffen sie Tempowechsel, ohne dabei verkrampft zu wirken und auch ohne danach hektisch das Tempo wieder anzuziehen, alles top also. Insgesamt ist "To live in guilt" nicht nur produktionstechnisch und musikalisch gelungen. Auch das äußere Gesamtkonzept weiß zu überzeugen. Anspieltipps sind "please drop me off" mit dem Old-School WahWah-Intro und "by all means necessary" mit dem fantastischen BUT ALIVE (Nur noch 5 Sekunden) mäßigen Eletrogelööde im Outro. Wir reden hier nicht mehr von einem Demo, sondern von einer CD, die ihr Geld wert ist und ein Ausrufezeichen setzt. Punkrock mit hohem Wiedererkennungswert. Setzen, CLINT, gut gemacht.

Ox-Fanzine (#58)
Geschrieben von Lauri Wessel

Nachdem CLINT sich seit 1998 den Hintern wund gespielt haben und mehrere Demos heraus gebracht haben, war die Zeit für ein Album überreif. Das Göttinger Trio schottete sich vom Rest der Welt ab, schrieb "To Live In Guilt" und landete schließlich im Hannoveraner Janglang-Studio, wo die 9 Songs aufgenommen wurden. CLINT haben ihre Sache gut gemacht. Ordnete ich die Band einst noch dem Melodycore-Genre zu, so ist spätestens "To Live In Guilt" der Grund, Schubladendenken zu revidieren. Zwar ist der Einfluss von frühen NO USE FOR A NAME und frühen LAGWAGON hörbar, CLINT kombinieren klassisch-kalifornischen Punkrock aber mit einer Handvoll anderer Stile. So ist die Band zuweilen düster und melancholisch und erinnert in diesen Momenten sehr an HOT WATER MUSIC, MUFF POTTER oder LEATHERFACE. An anderer Stelle werden die drei energischer und wütender und gehen in Richtung STRIKE ANYWHERE oder frühe RISE AGAINST. Mit CLINTs Debüt hat man es mit einem recht vielseitigen Album zu tun, das vom Spielwitz der drei lebt. Denn wenn die Band in einem Moment schnell und straight - eben klassisch-kalifornisch - klingt, dann wird die Atmosphäre im nächsten Moment oft getragener und nachdenklicher. Dazu kommen gute Texte. CLINT schreiben in erster Linie persönliche Texte, die oftmals einen politischen Unterton haben aber auch Interpretationsfreiraum lassen. CLINT haben ein sehr gelungenes Debüt-Album gemacht, das man nur empfehlen kann. Für das Trio ist "To Live In Guilt" ein guter Start ins neue Jahr!

A.M.P.L.I.F.I.E.D. on www.donots.com
Geschrieben von den Donots

Hey Leute! Bock auf ein bisschen ungeschliffenen Punkrock!? Dann hiergeblieben bzw. mal zu CLINT geschaut! Die 3 überzeugten D.I.Y. Punkrocker von CLINT servieren Euch mit Ihrem Debüt Album "To Live In Guilt" 9 Kracher direkt in´s Hörorgan! Niemals wirklich böse, selten zuckersüß , aber stets direkt und mit einer gehörigen Portion Rotz (vor allem beim streckenweise Hot water Music erinnernden Gesang) haben CLINT uns überzeugt und werden wohl auch Eure Herzen erobern! Hier und da blitzt dann und wann auch noch die "Perfekte Hookline" hervor und verschwindet wieder im straighten Rotz, bevor der Song zum Hit wird! (Braucht ja eh kein Schwein im Punk!) Gute Arbeit an der Gitarre, fetter Bass und treibende Drums, sowie ein paar talentierte Finger an den Reglern machen "To Live In Guilt" auf jeden Fall zu einer hörbaren Scheibe und CLINT (in oldschooligster Punk Besetzung) zu einer äusserst interessanten Band! Checkt mal die Live Dates - viel unterwegs die Jungs!

ThreeChordsMagazine
Geschrieben von M.H.

Da ist er, der Erstling des sympathischen Göttinger Triumvirats. Hab die Jungs schon des öfteren Live gesehen und immer nur gut in Erinnerung und den Song zum downloaden vom Album fand ich auch super. Jetzt geht es an das komplette Album, und welch ein Wunder, das ist auch gut. Clint spielen verdammt druckvollen Punkrock mit Kanten an den passenden Stellen und alles bestens abgepolstert mit feinsten Melodien. Für nen Vergleich könnte man vielleicht Hot Water Music ranziehen, wobei da dann die Schlagzahl erhöht werden muss und alles vielleicht ein bisschen rotziger. Das riesen Organ von Jan wird bestens vom aggressiven Backgrounds unterstützt und macht das ganze stimmig. Auf jeden Fall super Songs sind: "by all means necessary" (auch zum download auf www.clintagon.de), das hat ein wunderduftes Ende, spitzen Melodien, hätte auch gut als letztes Lied auf der CD sein können. Direkt danach "only a lifetime" auch sehr gutes Lied. Sowieso gibt’s hier einige gute Songs zu entdecken. Also für Leute die auf guten Punkrock, ohne uffta uffta, aber mit Kanten hier und geschliffenem da, stehen, der ist bei Clint an der richtigen Adresse, die sind gut!

Allschools
Geschrieben von Torben

CLINT ist eine Punkrockformation aus norddeutschen Gefilden. Gegründet im Jahre 1998 haben die beiden Sebastians (Drums + Bass) sowie Jan (Gitarre) bereits einige Bühnenerfahrung als Support von Bands wie MAD CADDIES, DOWN BY LAW, ANTI-FLAG oder SOMMERSET, eine eigene, kurze Tour durch Deutschland sowie diverse Samplerbeiträge vorzuweisen. Zeit also die erste Scheibe aufzunehmen, welche auf dem eigenen Label Callahan Records veröffentlicht wird. Neun Songs mit einer Spielzeit unter einer halben Stunde haben es auf das Erstlingswerk mit dem Namen "To Live In Guilt" geschafft und finden mit jedem Hördurchgang weiteren Einzug in meine Gehörgänge. Leicht aggressiver Mid-Tempo Punkrock mit einer treibenden Kante und eingängigen Hooklines macht sich im Raum breit und verströmt ein leichtes Flair älterer HOT WATER MUSIC Produktion, was ein klares Kompliment darstellt. Das Trio ist komplett am Gesang beteiligt, der stets rau gehalten wird und nicht in belanglose poppige Melodien abdriftet. Kleine Choreinlagen sowie ein wenig Geschrei hier und da rundet das ganze zu einem sehr ordentlichen und eigenständigen Debüt ab. Weiter so!

Handle Me Down
Geschrieben von Christian

Als die opulent ausgestattete Pressemappe des Labels “Callahan Records” bei mir samt ihrer ersten Veröffentlichung “To Live in Guilt” von CLINT bei mir eintraf wusste ich schon, irgendwoher kennst Du den Namen CLINT. Kurze Recherchen der heimischen CD-Sammlung ergaben schnell produktive Ergebnisse. Die Band steuerte den Titel „Symptoms“ für den zweiten Teil der „Pro Punkrocker“-Serie bei, man wird zwar älter, aber die Hirnzellen scheinen noch zu funktionieren. Ob die drei Mitglieder von CLINT nun alle große Fans von Clint Eastwood sind darf vermutet werden, da eben genau jene auch gleichzeitig das Label „Callahan“ gegründet haben, darf genau von diesem ausgegangen werden, denn schließlich ist dies der Name von Eastwood in seiner „Dirty Harry“-Reihe. Doch mal genug drum herum gelabert und rein ins Vergnügen, denn so schnell wie die Filmfigur schießt, so schnell sind beizeiten auch CLINT mit ihren Instrumenten unterwegs. „Symptoms“, „Perfection equals Death“ oder „Please drop me off“ gehen gut nach vorn, können durch feine Melodiebögen sowie mehrstimmigem Gesang (alle drei Mitstreiter sind irgendwann mal Gesangstechnisch am Start!) die Punkteskala langsam aber sicher nach oben gleiten. Richtig überzeugend werden CLINT aber dann im Anschluß, denn mit Titel Nummer Fünf „By all means necessary“ ist die Band für mich ganz weit vorn angelangt. Das Stück ist ein wenig melodischer und langsamer als die Vorgänger ausgerichtet, bekommt seine letzte „Würze“ aber wieder einmal durch den mehrstimmigen Gesang sowie etliche Schreieinlagen. Ähnlich gut ist „Best Wishes“ gelungen, dass ebenfalls sehr melodisch geraten ist und eine nette Abwechslung zu den schnelleren Songs wie zum Beispiel „Only for a Lifetime“ bringt. Man merkt hier deutlich, dass CLINT bereits über einige Jahre Bühnenerfahrung verfügen, denn solch ein Produkt wäre wohl aus dem Stand nicht gelungen. Ein gutes Album und gleichzeitig auch ein guter Start für das Hauseigene Label. Weiter so!

Poisonfree
Geschrieben von Andreas

Ohh, I really wish Callahan Records luck with their new label, but they should really consider sending out One Sheets in the literal sense of the word, rather than a whole staple of sheets with promotion talk. It took me ages to discover the disc within all the paper. Clint start with a sample and kick into rockin, melodic punkrock while staying in the mid to upper pace and being backed up with some nice chorus. The band got a good sense for effective song writing, with all of the songs sticking in your ear after the first few listens. Two plus points for Clint are on the one hand the voice of the singer, which sounds pretty rough, reminding me of the throats of Hot Water Music and on the other hand the down to earth production. This combination let´s Clint stay away from the distracting, squeaky clean approach of lots of todays bands in this genre and let them remain a certain aggressive edge within their sound. Clint pack 9 songs on To Live In Guilt and they all sound pretty distinct, making the whole album a really pleasant experience, that will be able to find the way into my player in the future, too. Good debut.

King Asshole
Geschrieben von Sascha Wilking

Die Punkrocker Clint existieren schon seit 1998 und nun erscheint endlich ihr erstes Album “To live in guilt” unter dem bandeigenen Label Callahan Records auf den Markt. Mit neun Songs bestückt, aber einer recht dürftigen Spielzeit von nur 26 Minuten, ist diese Debüt-Scheibe ausgestattet. Dafür sind alle Songs qualitativ recht ordentlich, alle sind punkigen Ursprungs, recht schnell, melodisch und mit netten Riffs versehen. Auch wenn die Songs sich alle auf derselben Schiene bewegen, kommt bei keinem einzigen Titel Langeweile auf. Die Vocals fand ich anfangs zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber das hat sich nach längeren Anhören auch gelegt. Mit „To live in guilt“ erscheint ein sehr ordentliches Debütalbum. Die Mühe und Arbeit, die die Jungs dort reingesteckt haben, hat sich auf jeden Fall gelohnt.

WiGa
Geschrieben von Stine

'Clint' ist eine junge aufstrebende Band aus ... ja, woher denn?! Also der Jan (Gesang+Gitarre) wohnt in GÖ, kommt aber aus Stolzenburg und wo der Rest, also Sebastian und Sebastian herkommen weiß ich nicht so genau. Jedenfalls spielen sie seit 1998 zusammen und haben ne Menge Spaß daran. Ich hab sie einmal live geshen und spürte, dass sie eine Einheit sind, wenn auch noch nicht perfekt...aber dass sie Spaß an der Musik und ihrer Freundschaft haben kommt ganz klar rüber und das ist unglaublich wichtig. Das erste richtige Album namens "To live In Guilt" haben sie in Eigenregie aufgenommen. Sie hatten keine Lust abhängig von den Launen irgendwelcher Plattenfirmen zu sein und gründeten ein eigenes Label --> Callahan Records. Damit wollen sie auch anderen Bands die Möglichkeit geben, was für günstiger produzieren zu können, was ich persönlich ne super tolle Sache finde. Also veröffentlichten sie ihre erste Full-Length im Herbst 2004 und sind natürlich auch stolz drauf. Die Cd umfasst "nur" neun Songs, was ja nicht mehr so oft vorkommt, aber wie heißt es: "In der Kürze liegt die Würze". Würze hat das Album auf jeden Fall, aber irgendwie hab ich das Gefühl, dass die Zutaten noch nicht so gut aufeinander abgestimmt sind, so dass es im Ohr zergeht, bzw. sich einbrennt. So geht es jedenfalls mir. Vom musikalischen her erinnert mich der Stil von 'Clint' an punkige Good Riddance Zeiten. Ihnen fehlen nur die super eingängigen Hooklines, so im Refrain oder so, wobei Ansätze dazu erkennbar sind. Also tolle Ideen und Verspieltheit kann man oft hören, wie zB. in "please drop me off", wo sie ein super schickes Riff eingebaut haben. Leider finde ich, dass der Gesang oft etwas plump rüberkommt, bzw. er ist eben nicht so gut auf das musikalische Arrangement abgestimmt. Ich kenn mich ja nicht so gut aus, kann das nur so vom Gehör und Gefühl her sagen. Im Allgemeinen ist es jedoch ein durchaus gut gelungenes Album mit Eigencharakter, was ja bei ner neuen Band was tolles ist, sonst hat man ja oft das Gefühl alles schon mal gehört zu haben, so isses keinesfalls. Mein liebstes Lied ist übrigens "by all means necessary". Das ist der am besten zusammen passende Song. Der ist richtig harmonisch und geht auch mehr ins Ohr. Ich gehe davon aus, dass wir in Zukunft noch mehr von 'Clint' hören werden. Die Internetseite von 'Clint' ist folgende: www.clintagon.de ... da könnt ihr euch mal was anhören und auch eventuell kaufen, wenn's euch gefällt. Stine's Bewertung: 3 Majas

MolokoPlus
Geschrieben von tb

Unverdaulich wird die CD schon durch die imposante Promomappe; ich bin keine „Presseleute“, ich finde euer durchdesigntes Briefpaper großkotzig, euren Bewerbungsunterlagen-Style überflüssig; für eure Präsentation habt ihr 7 Blätter Papier und eine Mappe aus PVC verschwendet. Die Musik ist weder voll „Druck“ oder „Wut“, noch erfüllt sie irngendwelche Erwartungen, wie auch bei einer Band, die ich nicht kenne, da habe ich keine Erwartungen. Geboten wird mir lahmer Hardcore, behäbig wie eine überladene Transall.

Smash Mag
Geschrieben von J.G.

Die Punkrockband Clint aus dem Raum Hannover/Göttingen macht Musik, die für ihr Genre gut gemacht ist. Der Schlagzeuger gefällt mir dabei am meisten (man höre "Role Play" und staune). Die Musik an sich macht lediglich eine Triobesetzung bestehend aus Bass, Gitarre und Schlagzeug und die anderen drei Punkrocker des Sextetts teilen sich den Gesang. Das Tempo variiert kontinuierlich und die Songs sind gut ausgearbeitet. Der Sound ist auch eigentlich ganz angenehm. Er ist nie zu aggressiv um plötzlich nach Hardcore zu klingen, doch trotzdem immer hübsch mit Energie und Pathos geladen. Aber gerade das stört mich an diesem Longplayer: Dieses dem Punkrock wohl oft anhaftende Merkmal, möglichst mit einer theatralischen Leidenschaft nach Revolution klingen zu wollen, dabei aber nichts, wirklich nichts umzustoßen (im musikalischen Sinne). Nichts, keine einzige neue Idee höre ich auf dieser CD. Leuten wie mir empfiehlt der übrigens eigens von der Band verfasste Infotext: „Wer meckern will, kann also immer sagen: „Das gab´s aber schon mal.“ Geschenkt. Dann können sich jetzt alle zuhause hinsetzen und die ersten Alben der Ramones anhören.“ -Gerne, mit dieser Idee kann man sich durchaus anfreunden, obwohl CLINT doch so gar nichts mit Ramones-Punkrock zu tun haben. Aber egal; weiter heißt es: „Wer es dabei nicht belassen will, der wird in CLINT eine frische, energiereiche und vor allem engagierte Band finden.“ Mich beschleicht ganz langsam das Gefühl, dass ich „To Live In Guilt“ so oft hören kann, wie ich will: Die im Infotext beschriebene Band werde ich nicht finden.

Fetz Or die
Geschrieben von

Da hat sich aber jemand mal richtig Mühe gegeben. Mit der CD bekommt man noch eine Art Bewerbungsmappe mit super vielen Infos rund um die Band auf hochwertigem Papier. Die Band weiß wohl schon ganz genau wohin sie mal will. Auf dem besten Wege sind sie ja schon. CLINT haben schon eingie Auftritte mit nahmhaften Bands wie ANTI-FLAG, MAD CADDIES oder SOMMERSET hinter sich. Seit 1998 gibt es CLINT bereits und endlich zeigen sie der Öffentlichkeit was sie in der Zeit bis heute alles gelernt haben. "Qualität vor Quantität" ist ihr Motto und so finden sich leider nur 9 Songs, dafür wirklich hochwertige Stücke, auf der CD. Gewöhnungsbedürftig ist zu Anfang der Gesang, der sehr rau klingt und man immer das Gefühl der Sänger müsse sich mal räuspern. Aber irgendwie passt es dann wieder wunderbar zu den allesamt recht schnelle punkigen Songs wo keiner wie der andere klingt.. "To Live In Guilt" wird mit Sicherheit nicht so schnell im CD-Regal verschwinden sondern noch die eine oder andere Ehrenrunde in meinem CD-Player drehen dürfen. Super gut auch das Artwork der CD. Irgendwie passt bei der Band so alles. Das Label Callahan Records wurde übrigens von Mitgliedern CLINTs ins Leben gerufen und verfolgt die Ziele der D.I.Y. Philosophie. Alles in allem sehr sympatisch. Anspieltipps: Symptoms, Sickness Unto Death

Listen To It
Geschrieben von Sebastian

Live konnte ich Clint ja schon ein paar mal erleben und dort beweisen sie auch jedes mal aufs Neue, dass man auch zu dritt jede Menge Punkrock-Energie verbreiten kann. Nach einer langen Zeit des Wartens kommt nun das Debut Mini Album “To Live In Guilt” über ihr eigenes Label “Callahan Records” raus und für viele Fans der Nienburger Gang hat das Warten ein Ende gefunden. Dann wollen wir mal hören, ob sich das Warten auch gelohnt hat. Die neun gebotenen Songs sind zwar allesamt recht gut geworden, aber aus irgend einem Grund will der Funke nicht so richtig überspringen. Vielleicht ist alles etwas zu gradlinig, da die Ecken und Kanten, die ein Album erst so richtig lebhaft machen, fehlen. An der Produktion aus dem Hause Jangland sollte es nicht liegen, dass sich die Tracks nicht zu 100% bei mir einnisten wollen. Diese ist gewohnt gut ausgefallen. Obwohl, vielleicht hätte ein Hauch an Dreck, den Songs gut getan und ihnen den richtigen Biss verpasst um “To Live In Guilt” zu einem richtig guten Punk/Hardcore Album heranwachsen zu lassen. Positiv ist jedoch, dass gute Zusammenspiel der 3 Kollegen aus dem Clintagon und die Ideen, die in den 26min Spielzeit verarbeitet wurde, zu nennen. Auch der Gesang kann sich hören lassen, der zwischen leicht aggressiven aber noch cleanen Punkrock, ein paar Hardcore Screams und doppelstimmigen Einlagen hin und her wechselt. Verschafft euch nach Möglichkeit einen eigenen Eindruck von “To Live In Guilt” und urteilt selbst über Sieg oder Niederlage der Punks von der Weser. Für ein zwar gutes Debut Album, von dem ich persönlich aber doch etwas mehr erwartet hätte, gibt es >>>>>> 3,5 von 6 Pkt.

Frk Magazine
Geschrieben von Frankie

Ein schickes, kleines, neues Label schickte uns vor kurzem vorliegendes Material. Callahan Records, Clint?! Noch nie von beiden gehört, wobei ersteres ja auch schwer wäre, da Clint das erste Signing auf Callahan Records sind. Was mich letztendlich für eine Rezension begeistern konnte` war die Tatsache, dass man sich wenigstens etwas Mühe bei eintüten gemacht hat... schicke Mappe, mit Cd, ganz viel Infomaterial usw. Das macht ja nicht mehr jeder und grade wenn man grade erst angefangen hat. Natürlich kein Hochglanz, aber ordentlich! So würde ich es dann auch mit der Band halten... Clint machen Punkrock a la fatwreck. Von den Instrumenten her stimmt`s, nur die Stimme hinkt etwas hinterher... man hört auf jeden Fall ein gewisses Potential. Vielleicht sollte man etwas zeitgemäßer agieren und seinen eigenen Ideen mehr Freiraum lassen, ohne sich an falschen Vorgaben zu orientieren... stellenweise sticht das sogar heraus, leider nur zu selten!

Punch Fanzine
Geschrieben von Christian

Rechnung mit zwei Unbekannten: Clint kannte ich bis dato nicht, Callahan Records ebenso nicht. Besitzer des Labels sind Bandmitglieder von Clint und "To Live In Guilt" der erste output. Das riecht nach ordentlich DIY Power, gut so. Kräftig Saft hat auch die musikalische Stilrichtung der Band. Es geht um Punkrock, traditionell, ein bisschen Streetpunk, rauher Gesang (erinnert mich irgendwie an The Business), die Gangart ist stracks nach vorn. Ab und zu schleicht sich auch mal ein Rhythmuswechsel ein und bewahrt vor dem Sturz in die drohende Gleichförmigkeit. Stattdessen wirds schonmal ansatzweise hymnisch ("Please Drop Me off"), letztlich bleiben die Songs aber ungeschliffen, und so sollen sie sicherlich auch rüberkommen. So ballern Clint also durch ihr Premierenalbum und machen ihre Sache gut. Klingt rund.

Shredder-Mag
Geschrieben von -

Sehr anständig, was die drei Niedersachsen auf ihrem Debüt zu bieten haben. Musikalisch bewegt man sich irgentwo zwischen Hot Water Music und BoySetsFire, textlich geht es vor allem um "verletzte Liebe" (wie der mitgeschickte Promotext mehrfach betont). Das Ganze wird mit ordentlicher Power und professionellem Sound geliefert. Also bitte schnell www.clintagon.de besuchen und auschecken!